Studie zu den Emissionen aus Nanomaterialien
Immer häufiger enthalten Produkte Nanopartikel. Allerdings fehlen noch immer geeignete Messmethoden, um Nanomaterialien in der Umwelt festzustellen und zu identifizieren. Das Umweltbundesamt fordert daher rechtliche Rahmenbedingungen für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien ein. Dazu sollte u. a. ein Meldesystem für Nanomaterialien in Form eines Produktregisters und eine Kennzeichnungspflicht für nanohaltige Produkte gehören.
Im Rahmen einer Studie hat das UBA vier ausgewählte Produkte – Textilien, Fassadenfarbe, Autoreifen und Dieselkraftstoff – untersuchen lassen. Bei allen vier Produkten wurde festgestellt, dass Nanopartikel in die Luft und die Oberflächengewässer abgegeben wurden. Die Immissionspfade sind Abwässer und Kläranlagen oder Regenwasser. Zum Teil werden die Partikel aber auch bereits bei der Herstellung oder Weiterverarbeitung in die Umwelt eingetragen. Die Studie stellt große Wissensdefizite fest, die angesichts der vielen, mit der Nanotechnik verbundenen Hoffnungen auf positive Effekte vorsichtig stimmen sollten. Eine sorgfältige Technikfolgenabschätzung ist angesichts der rasanten Verbreitung von Nanomaterialien angeraten.
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